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Das Jahresende 2014 nähert sich!
Checkliste für die
Aufgaben vor Jahresende

Informationen zum Minijob
(früher auch "400€-Job" genannt, ab 2013 "450€-Job")

Teil 1
Teil 2


Allgemeine Informationen

Geringfügige Beschäftigungen werden inzwischen meist als Minijobs bezeichnet. Minijobs sind alle Jobs, bei denen bis zu 450 € pro Monat verdient werden. (Vor 2013 lag diese Grenze bei 400 €.)
Eine Begrenzung auf eine bestimmte Wochenstunden gibt es inzwischen nicht mehr (Ausnahme: Minijob bei Arbeitslosigkeit).

Auch eine Anstellung für 50 Tage pro Kalenderjahr (ohne Begrenzung der Einkünfte) ist ein Minijob.

Alle Minijobs werden von der Bundesknappschaft verwaltet. Dir besten Informationen gibt es daher bei der www.Minijob-Zentrale.de der Bundesknappschaft. Telefonische Auskunft gibt es zum Ortstarif (Nr.: 01801 200 504).
Falls es bei der Verwaltung von Minijobs durch die Minijob-Zentrale zu Problemen kommen sollte, kann dies meist telefonisch geklärt werden. Die Minijob-Zentrale ist/war zeitweise sehr überlastet. Unterlagen, die man von dort bekommt, sollte man daher gründlich prüfen.

Achtung, bisher wenig bekannt: Bei geringfügigen Beschäftigungen können die Beiträge zur Rentenversicherung durch freiwillige Zuzahlung erhöht werden. Dies bringt einige Vorteile. Ab 2013 ist das bei neu begonnenen Minijobs die Standard-Variante.
(mehr Informationen: hier)

Auf dieser Homepageseite wird ein kurzer Überblick gegeben, wie Minijobs funktionieren. Es soll ein Anstoß zu eigenen Überlegungen und Erkundigungen sein.
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Mögliche Arbeitgeber

Arbeitgeber können sowohl Firmen, Vereine, Gewerbetreibende oder Freiberufler sein, es gibt aber auch Minijobs in Privathaushalten.

Für Minijobs in Privathaushalten werden weniger Abgaben erhoben und ihre Verwaltung ist etwas einfacher. Begleitung, Betreuung, hauswirtschaftliche Arbeiten oder Pflege in geringem Umfang lassen sich per Minijob einfach und legal organisieren.
Die Aufwendungen für geringfügige Beschäftigungen im Privathaushalt können zum Teil von der Steuer abgesetzt werden.


Anmeldung eines Minijobs

Zunächst muss der Arbeitgeber als "Betrieb" beim Arbeitsamt angemeldet werden. Dort erhält man eine Betriebsnummer. Dieser Vorgang ist kostenlos.
Privathaushalte können sich die Betriebsnummer auch von der Minijob-Zentrale vergeben lassen.
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Arbeitnehmer

Jeder Mensch ab 15 Jahren kann einen Minijob annehmen. Für Kinder ab 13 Jahren gelten die Einschränkungen des Jugendarbeitsschutzgesetzes (JArbSchG § 5).

Solange 450 €/Monat nicht überschritten werden, können auch mehrere Minijobs nebeneinander betrieben werden. Neben einem sozialversicherungspflichtigen Job (ab 450,01 €/Monat) kann allerdings nur ein Minijob betrieben werden (lt. Aussage der Minijob-Zentrale).

Für den Arbeitnehmer entsteht kaum Verwaltungsaufwand:
Minijob in einer Firma: Der Arbeitgeber füllt die Meldungen für die Sozialversicherung und die Minijob-Zentrale aus.
Minijob im Privathaushalt: Der Arbeitnehmer prüft und unterschreibt monatlich die Meldung des Arbeitgebers an die Minijob-Zentrale. Eine Seite dieses dreiseitigen Formulars behält der Arbeitnehmer für seine Unterlagen. Zu jedem Jahresende und bei Ende des Minijobs erhält der Arbeitnehmer von der Minijob-Zentrale einen Sozialversicherungs-Nachweis.

Die Dokumente zur Sozialversicherung sind für die spätere Rente wichtig und müssen daher gut aufgehoben werden.

Das Gehalt wird bar gegen Quittung oder per Überweisung gezahlt.
Ein Blatt, auf dem die gearbeiteten Stunden und das daraus ermittelte Gehalt festgehalten werden, kann bei Unklarheiten hilfreich sein. Es sollte am Ende eines Monats von beiden Seiten unterschrieben werden.

Ausnahmsweise können die 450 €/Monat überschritten werden: Sie bleiben versicherungsfrei, wenn Ihr Verdienst unvorhersehbar und für maximal zwei Monate innerhalb eines Jahres die Verdienstgrenze von 450 € überschreitet. Insgesamt aber dürfen die 12 x 450 € = 5.400 €/Jahr in der Regel nicht überschritten werden (siehe: www.minijob-zentrale.de: Überschreiten der Arbeitsentgeltgrenze).
Der Grund für die "unvorhersehbare Mehrarbeit" sollte für eventuell später nötige Klärungen gut dokumentiert und bei den Unterlagen des Arbeitgebers und ggf. auch des Arbeitnehmers abgelegt werden.
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Arbeitsvertrag

Das Arbeitverhältnis, Arbeitszeit, Stundenlohn, Urlaub und Ähnliches sollten in einem Arbeitsvertrag fixiert sein. Es sollte deutlich drin stehen, dass der Arbeitnehmer sich verpflichtet, den Arbeitgeber sofort zu informieren, wenn weitere Arbeitsverhältnisse aufgenommen werden oder wenn durch bestehende Minijobs die 450€-Grenze überschritten wird. (Beispielvertrag 1, Beispielvertrag 2).

Im Arbeitsvertrag, sollte auch geklärt sein, ob der Arbeitnehmer seine Beträge zur Rentenversicherung durch Zuzahlung erhöhen möchte oder nicht. Die Kündigung eines Minijobs muss schriftlich erfolgen, sonst ist sie ungültig.
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Arbeitszeit, Urlaub, Krankheit

Die Arbeitszeit des Arbeitnehmers sollte im Arbeitsvertrag geregelt sein. Außerdem sollte geklärt sein, wie viele Tage pro Woche gearbeitet wird.
Der Arbeitnehmer hat einen Anspruch auf bezahlten Urlaub. Wenn weniger als eine 5-Tage-Woche vereinbart ist, verringert sich die Menge der Urlaubstage entsprechend.
Ebenso besteht für eine begrenzte Zeit Anspruch auf Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und (bei einem regelmäßigen Entgelt von mehr als 390€ pro Monat) auf einen Arbeitgeberzuschusses zum Mutterschaftsgeld während der Schutzfristen vor und nach der Entbindung.
Dies wird dem Arbeitgeber teilweise ersetzt (ausführliche Informationen bei der www.Minijob-Zentrale.de).
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Mehrere Minijobs gleichzeitig

Es gibt auch Arbeitnehmer, die 2 oder mehr Minijobs gleichzeitig betreiben wollen. Im Folgenden gehe ich von 2 Minijobs (Job A und Job B) aus. Wenn beide Minijobs zusammen unter 450 €/Monat bleiben, führt dies zu keinerlei Problemen. Dennoch sollten beide Arbeitgeber über das Vorhandensein eines weiteren Minijobs informiert sein. Dies ist in der Regel auch eine Bedingung im Arbeitsvertrag.

Wenn die Minijobs zusammen über 450 €/Monat einbringen, müssen die beteiligten Arbeitgeber informiert werden: Die Jobs beiden können nämlich (weil über 450 €/Monat) nicht mehr als "geringfügige Arbeitsverhältnisse" geführt werden. D. h. sie müssen bei der Minijob-Zentrale abgemeldet und dann wie normale "versicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse" mit Steuerkarten, Sozialversicherungen und allem Drumherum (z. B. erhöhte Abzüge für Arbeitgeber und Arbeitnehmer) betrieben werden.
Laut Auskunft der www.Minijob-Zentrale.de gibt es hierzu eventuell folgende Alternativen, die vor dem ersten Monat mit über 450 € gewählt werden müssen:

1. Wenn im Job A immer unter 450 €/Monat und im Job B immer über 450 €/Monat, also mindestens 450,01 €/Monat verdient wird:
Job A kann weiterhin als Minijob betrieben werden. Job B wird als normales versicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis ausgeübt.

2. Wenn im Job A immer unter 450 €/Monat verdient wird, und Job B nur an höchstens 50 Tagen pro Kalenderjahr ausgeübt wird:
Job A kann weiterhin als Minijob betrieben werden. Job B wird als "kurzfristiges Arbeitsverhältnis" ausgeübt. Beides wird von der Minijob-Zentrale verwaltet und kann gleichzeitig ausgeübt werden. Bei Job B gibt es dann keine Obergrenze für den Verdienst. Wenn Job B beendet ist, muss, falls er beim selben Arbeitgeber noch mal fortgesetzt werden soll, eine Pause von 2 Monaten eingehalten werden.

3. Wenn abzusehen ist, dass für zwei oder mehr unterschiedliche Arbeitgeber bzw. Kunden ähnliche Arbeiten anfallen:
Es kann überlegt werden, ob es vielleicht sinnvoll ist, ein Gewerbe anzumelden und diese Tätigkeiten selbstständig auszuüben. Hierbei muss man sich dann aber auch selbst um seine Sozialversicherungen und evtl. auch eine Berufshaftpflichtversicherung kümmern.
Mehr dazu siehe: Eigenes Gewerbe
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Minijob als Nebenjob

Wer schon einen sozialversicherungspflichtigen Job hat, kann zusätzlich nur einen Minijob annehmen.
In vielen Arbeitsverträgen ist allerdings festgelegt, dass der Arbeitnehmer verpflichtet ist, eine Nebenbeschäftigung dem Arbeitgeber bekannt zu geben oder von ihm genehmigen zu lassen. Der AG wird eine solche Genehmigung von der Art und vom Zeitaufwand für die Nebenbeschäftigung abhängig machen, kann sie aber nur in seltenen Fällen verweigern.

Mitarbeiter im öffentlichen Dienst, sind in jedem Fall verpflichtet, eine Nebenbeschäftigung bei ihrem Arbeitgeber anzumelden.

Das gleiche gilt für Wehrdienstleistende, Zivildienstleistende oder TeilnehmerInnen des freiwilligen sozialen Jahres. (mehr für Zivildienstleistende und Wehrdienstleistende)
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